Ost- und Westdeutsche Schäferhundzüchter sind sich nicht einig darüber, was am besten ist

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Ost-, westdeutsche Hundezüchter geteilt
Von KIRSTEN GRIESHABER



BERLIN (AP) Gerlinde Schultze strahlte, als sie ihren einwöchigen Welpen hochhob.



„Das ist Xaver, ein reinrassiger ostdeutscher Schäferhund“, sagte sie stolz und küsste den dunklen Welpen auf seine nasse Schnauze.

Vor- und Nachteile eines dritten Hundes

'Es gibt möglicherweise nirgendwo eine bessere Blutlinie, besonders nicht in Westdeutschland.'



Während das Land am Mittwoch 17 Jahre Wiedervereinigung feiert, bleiben einige Feindseligkeiten zwischen dem ehemals kommunistischen Osten und dem kapitalistischen Westen bestehen, und nur wenige sind so hartnäckig umkämpft wie der Kampf um dessen überlegene Hirten.

Niemand bestreitet, dass die Hunde in den mehr als vier Jahrzehnten der Teilung Deutschlands ein anderes Aussehen entwickelt haben: Osthirten sind meist dunkelgrau oder schwarz, während die Westhunde das bekanntere gelb-schwarze Aussehen haben.

Westdeutsche Schäferhunde haben auch einen charakteristisch geneigten Rücken, während ihre ostdeutschen Kollegen einen geraden Rücken haben, von dem ihre Befürworter behaupten, dass er weniger anfällig für Hüftprobleme ist, die die Rasse plagen können.



Der 46-jährige Schultze züchtet seit mehr als 20 Jahren Hirten am östlichen Stadtrand Berlins und ist überzeugt, dass die ostdeutschen Blutlinien besser sind als die des Westens.

'Unsere Hunde sind gesünder und haben eine bessere Persönlichkeit', sagte sie. 'Bei diesen überzüchteten Hirten im Westen geht es nur um gutes Aussehen.'

Heiko Grube, ein westdeutscher Schäferhund und Sprecher des nationalen deutschen Schäferhundklubs, ist anderer Meinung.

'Es ist absolut nicht wahr, dass die Blutlinien des Ostens besser sind', sagte er. 'Schließlich durften die Ostdeutschen ihr Land nicht verlassen, während wir im Westen einen offenen Markt für frisches Blut hatten, das für eine erfolgreiche Zucht benötigt wird.'

Während Deutsche Schäferhunde auch in den USA sehr beliebt sind, war dem American Kennel Club eine ähnliche Debatte dort nicht bekannt.

'In den USA gibt es nur einen Standard und eine Rasse deutscher Schäferhunde', sagte Lisa Peterson, eine Sprecherin des AKC.

Der 1895 erstmals von Max von Stephanitz gezüchtete Hund ist laut dem Nationalen Deutschen Schäferhundclub der beliebteste Hund Deutschlands mit mehr als 2.200 örtlichen Schäferhundeclubs im ganzen Land.

Die Debatte darüber, welcher Typ überlegen ist, wird durch den nahezu mythischen Status des Hirten in Deutschland angeheizt, wo er für die Verkörperung traditioneller deutscher Tugenden wie Loyalität, Zuverlässigkeit und Belastbarkeit gefeiert wird.

Aus diesem Grund klingt der Anspruch auf den besseren Hund manchmal eher nach einem Kampf um die moralische Überlegenheit zwischen Ost und West als nach Züchterrivalität.

Grube nannte die Behauptungen der ostdeutschen Züchter einen „offensichtlichen Fall von Ostalgie“, eine sentimentale Nostalgie über das Leben in der ehemaligen DDR, die bei der Wiedervereinigung 1990 am Ende des Kalten Krieges ausging.

Die ostdeutschen Züchter sind besonders verärgert, wenn sie mit der weit verbreiteten Annahme konfrontiert werden, dass die meisten ihrer Hunde an der Grenze eingesetzt wurden, um die Bürger von der Flucht in den Westen abzuhalten.

'Die Armee und die Polizei haben nur den Abschaum bekommen, den die besten an Hundeliebhaber gingen', sagte Werner Dalm, ehemaliger Regierungsbeamter für Schäferhundezucht im kommunistischen Ostdeutschland. Er räumte jedoch ein, dass die ostdeutsche Armee besonders nach denen fragte, 'die wirklich gut beißen könnten'.

Heute glaubt Dalm, der im Alter von 81 Jahren noch Hirten züchtet und auch von der Überlegenheit der ostdeutschen Hunde überzeugt ist, dass reine ostdeutsche Blutlinien so gut wie ausgestorben sind.

'Seit der Vereinigung im Jahr 1990 mischen wir Blutlinien', sagte er. 'Selbst meine Hunde haben keine rein ostdeutschen Stammbäume mehr.'

Was auch immer die Wahrheit sein mag, es scheint, als würde der ostdeutsche Schäferhund unter den 75.000 Mitgliedern des Deutschen Schäferhundklubs und sogar im Ausland ein Comeback feiern.

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